Head

Das menschliche
Gehirn verstehen

Wie funktioniert das Gehirn?

Das Gehirn macht zwei Prozent des Körpergewichts aus und verbraucht 20 Prozent der Energie des Körpers, sowie 20 Prozent des Sauerstoffs, den ein Mensch einatmet. Das Gehirn speichert die ankommenden Informationen in verschiedenen Teilen des Gehirns, die jeweils eine unterschiedliche Speicherdauer aufweisen: im "prozeduralen Gedächtnis" speichert das Gehirn die erworbenen Fähigkeiten und Gewohnheiten im Kleinhirn. Episodische und semantische Informationen (wie Namen, Wörter und Erfahrungen) werden im "deklarativen Gedächtnis" gespeichert. Informationen, die die Sinne aufgenommen haben, werden kurz (bis zu 2 Sekunden), im "sensorischen Gedächtnis" gespeichert. Danach werden die Informationen gelöscht oder in das Kurzzeit- oder Arbeitsgedächtnis, wo sie normalerweise 30 Sekunden bleiben, weitergeleitet. Als nächsten Schritt werden sie ins Langzeitgedächtnis bewegt, wo die Informationen endgültig gespeichert werden.

Brain de
Synapses

Wie funktioniert Gehirntraining?

Das Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen (auch Neuronen genannt), die in komplexer Weise miteinander verbunden sind. Jedes Neuron kann mehrere tausend Verbindungen zu anderen Neuronen aufbauen. Diese Verbindungen zwischen Neuronen nennt man Synapsen. Im Gegensatz zu anderen menschlichen Zellen teilen Neuronen sich nicht, noch sterben sie um durch neue Neuronen ersetzt zu werden. Die Neuronen, mit denen man geboren wird, müssen also ein Leben lang halten. Wenn das Gehirn neue Informationen verarbeitet, laufen die Informationen durch viele verschiedene Neuronen. Auf diese Art werden die Verbindungen zwischen den Neuronen gestärkt und das Gehirn kann sich mit jeder neu aufgenommenen Erfahrung neu vernetzen. Man kann sich dieses Szenario der stärkeren Verbindungen zwischen manchen Neuronen ähnlich zum Verkehr vorstellen: An Orten mit mehr Verkehr sind die Straßen sind größer und haben mehrere Spuren.

Wieso Gehirntraining?

Bisher wurde allgemein angenommen, dass das Gehirn sich in den Kinder-und Teenager-Jahren entwickelt und dann aufhört und sich nicht mehr weiterentwickelt. Wissenschaftler haben jedoch in den letzten Jahren festgestellt, dass das Gehirn sehr plastisch ist und sich Nervenzellen im erwachsenen Gehirn neu vernetzen können und sogar neue Nervenzellen entstehen können. In Zeiten, in denen das Handy Telefonnummern, Kalenderereignisse und sogar Routen speichert, wird das Gehirn weniger gefordert. Durch Anstrengungen werden die Nervenbahnen regelmäßig gestärkt. Geistige Herausforderungen halten das Gehirn gesund und aktiv und fordert es ständig heraus. Diese Stimulation verstärkt die bestehenden Verbindungen zwischen den Neuronen und kann auch die Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen zu den aktiven Neuronen erhöhen.

Age generation